Die Schweizer Uhrenindustrie verzeichnete im November einen weiteren Rückgang. Der Exportwert sank um 3,8% auf CHF 2,41 Milliarden. Im Jahresverlauf summiert sich das Minus auf 2,7% (CHF 23,94 Milliarden). Damit setzt sich die seit Monaten beobachtbare Abschwächung fort und zeigt, wie sensibel der Markt auf konjunkturelle Unsicherheiten und verändertes Konsumverhalten reagiert.
Regionale Dynamik: USA stabil, Asien bremst
Auffällig ist die auseinanderlaufende Nachfrage in den wichtigsten Absatzmärkten. Die USA legten um 4,7% zu und behaupten ihre Rolle als Stütze des Premiumsegments. Japan bleibt trotz eines leichten Minus von 2,5% solide auf Platz zwei. Deutlich schwächer zeigten sich dagegen China (–27%) und Hongkong (–19%). Diese Rückgänge belasten die globale Entwicklung überproportional. Mögliche Treiber sind eine vorsichtige Konsumstimmung, Währungseffekte sowie ein zögerlicher internationaler Reiseverkehr, der den Abverkauf in Touristen-Hotspots dämpft.
Für Marken und Händler bedeutet dies: Während westliche Märkte selektiv robust bleiben, erfordert Asien aktuell eine besonders differenzierte Sortiments- und Preispolitik.
Preis- und Segmenttrends: Polarisierung nimmt zu
Die Segmentanalyse unterstreicht eine fortschreitende Polarisierung. Uhren mit einem Exportwert über CHF 3.000 gaben lediglich um 0,9% nach und zeigen damit Widerstandskraft im High-End-Bereich. Das Einstiegssegment unter CHF 200 verzeichnete ein Minus von 4,9%, während die Spanne CHF 200 bis 500 um 8% nachgab. Am stärksten traf es die Mittelklasse zwischen CHF 500 und CHF 3.000 mit –15%.
Für Käufer deutet das auf zwei Tendenzen hin: Erstens bleibt echte Spitzenqualität in unsicheren Zeiten vergleichsweise stabil. Zweitens geraten mittelpreisige Produkte zwischen Ansprüchen an Exklusivität und Preissensibilität stärker unter Druck. Händler sollten ihre Bestandssteuerung entsprechend anpassen—mit Fokus auf klare Wertargumente, zertifizierte Qualität und transparente Kommunikation.
Implikationen für Käufer und Händler: Chancen nutzen, Risiken steuern
Für Sammler und Anleger kann die aktuelle Lage selektive Einstiegsmöglichkeiten bieten, insbesondere bei Modellen im mittleren Preissegment. Entscheidend ist eine sorgfältige Prüfung von Seltenheit, Zustand, Markenstärke und langfristiger Werthaltigkeit. Parallel gewinnt Diversifikation innerhalb der Luxusgüterklasse an Bedeutung—beispielsweise durch zertifizierte Diamanten, die in Top-Qualitäten eine eigenständige Wertlogik besitzen.
Wenn Sie Ihre Strategie breiter aufstellen möchten, unterstützen wir Sie mit transparenter, direkter Expertise: Unsere Diamantgutachter beraten Sie kostenfrei und diskret, erläutern die Qualitätskriterien (4C), zeigen Preisunterschiede zwischen natürlichen und synthetischen Diamanten auf und begleiten Sie bei der Auswahl. Durch den direkten Zugang zu über 1,5 Millionen Diamanten an der Diamantbörse erhalten Sie eine außergewöhnliche Auswahl und flexible Optionen—ob für die eigene Kollektion, als wertiges Schmuckgeschenk oder zur Abrundung Ihres Sortiments im Handel.
Unser Fazit: Die Schwäche in Teilen Asiens belastet die Schweizer Uhrenexporte, doch qualitativ hochwertige Zeitmesser zeigen Resilienz. Wer jetzt auf geprüfte Qualität, fundierte Beratung und klare Wertargumente setzt—bei Uhren wie auch bei Diamanten—kann Unsicherheit in strategische Vorteile verwandeln.
