Burgundy Diamond Mines meldete für das dritte Quartal einen deutlichen Einbruch der Förderung aus der kanadischen Ekati-Lagerstätte. Mit 610.000 Karat lag die Produktion 51% unter dem Vorjahreswert (rund 1,2 Mio. Karat) und 25% unter dem vorangegangenen Quartal (810.000 Karat). Parallel sank das Verkaufsvolumen um 43% im Jahresvergleich auf 810.000 Karat und lag 10% unter dem Vorquartal. Die Lagerbestände reduzierten sich im selben Zeitraum deutlich auf etwa 360.000 Karat (minus 68% gegenüber dem Vorjahr). Die Liquiditätsreserve verringerte sich zum Quartalsende auf 4,2 Mio. US-Dollar nach 7,2 Mio. US-Dollar zum 30. Juni.
Ursachen: Stillstand am Point Lake und Kostendisziplin
Auslöser der rückläufigen Förder- und Absatzzahlen ist die vorübergehende Einstellung des Tagebaus am Point-Lake-Vorkommen. In einem schwächeren Marktumfeld ließen sich Teile der Rohware kurzfristig nicht wirtschaftlich vermarkten. In der Folge wurden weniger Tonnen bewegt und verarbeitet, was die Anzahl der gewonnenen Karat zusätzlich drückte. Das Management passt parallel die Kostenstruktur an die kleinere Abbaufläche an und arbeitet an einer strikteren Kapitaldisziplin. Um die finanzielle Stabilität zu sichern, führt das Unternehmen Gespräche mit externen Kapitalgebern und hat staatliche Unterstützung von bis zu 150 Mio. CAD über die Canada Enterprise Emergency Funding Corporation (CEEFC) beantragt.
Marktauswirkungen: Angebot, Preise und Beschaffung
Kurzfristig verengt eine niedrigere Produktion aus einer etablierten Quelle wie Ekati das Angebot bestimmter Rohdiamantqualitäten. Ob und in welchem Ausmaß dies zu Preisbewegungen führt, hängt jedoch von mehreren Faktoren ab:
- Nachfrage in den Hauptabsatzmärkten (USA, Asien, Europa)
- Lagerbestandsstrategien der Minen und Händler
- Wechselkurse sowie Finanzierungskosten entlang der Lieferkette
Für anspruchsvolle Einkäufer bedeutet das: Selektivität gewinnt weiter an Bedeutung. Während einzelne Qualitäten knapper werden können, bleiben andere Segmente ausreichend verfügbar. Synthetische Diamanten etablieren sich parallel als preislich attraktive Alternative, insbesondere in Größen und Reinheiten, in denen der Budgetrahmen eine wesentliche Rolle spielt. Zugleich sind Preisunterschiede je nach Farbe, Reinheit, Schliff und Karatgewicht erheblich; so kann ein Einkaräter mittlerer Qualität etwa im Bereich um 3.000 Euro liegen, während Spitzenqualitäten deutlich höher bepreist werden.
Unsere Erfahrung mit dem direkten Handel über die Diamantbörse – mit Zugriff auf über 1,5 Millionen Diamanten – ermöglicht es, auch in volatilen Phasen zielgenau zu sourcen. Durch die breite Auswahl lassen sich Spezifikationen präzise abdecken und Lieferzeiten häufig verkürzen.
Was das für Sie bedeutet: Orientierung und Chancen
- Private Käufer: Wenn Sie einen Verlobungsring oder ein Schmuckstück planen, ist eine fundierte Auswahlentscheidung entscheidend. Achten Sie auf Zertifizierungen und die 4C-Kriterien; wägen Sie bei Bedarf natürliche gegenüber synthetischen Optionen ab, um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu erzielen.
- Gewerbliche Kunden: Portfolio- und Sortimentssteuerung profitieren von aktueller Markteinsicht. Nutzen Sie die Marktphase, um gezielt Qualitäten zu sichern, die knapp werden könnten, und halten Sie alternative Spezifikationen bereit.
- Liquidität und Absicherung: In Zeiten erhöhter Unsicherheit kann die Beleihung oder der Verkauf von Gold- und Schmuckbeständen zusätzliche Flexibilität schaffen.
Unsere Diamantgutachter beraten Sie kostenfrei und diskret – von der Selbstbewertung über die Auswahl zertifizierter Steine bis zur Beschaffung spezifischer Qualitäten. Mit Transparenz und direkter Kommunikation stellen wir sicher, dass Sie auch in einem bewegten Marktumfeld verlässlich entscheiden.
