Der Kimberley-Prozess (KP) gilt seit zwei Jahrzehnten als zentraler Rahmen, um den Handel mit Rohdiamanten transparent und verantwortungsvoll zu gestalten. Die bisherige Definition von „Konfliktdiamanten“ fokussiert primär auf die Finanzierung von Aufständen durch Rohdiamanten. Mit den veränderten Realitäten in Förderländern – von komplexen lokalen Konflikten bis hin zu Risiken für ganze Gemeinschaften – wächst der Druck, den Begriff zu modernisieren und klare Eingriffsmöglichkeiten zu schaffen, bevor Schaden entsteht.
Worum es in den aktuellen Verhandlungen geht
Auf der jüngsten Plenarsitzung des Kimberley-Prozesses beraten Vertreterinnen und Vertreter von über 80 Staaten, der Industrie und der Zivilgesellschaft über eine breiter gefasste Begriffsbestimmung. Ziel ist es, Risiken für betroffene Gemeinden sichtbarer zu machen, die Governance in Förderländern zu stärken und die Überwachung sowie die Einhaltung der Standards zu verbessern. Die Welt-Diamant-Rat (World Diamond Council, WDC) setzt sich seit Jahren für dieses Update ein; seine Präsidentin Feriel Zerouki betont, dass eine modernisierte Definition insbesondere schutzbedürftige, handwerklich arbeitende Minenarbeiterinnen und -arbeiter – Schätzungen sprechen von rund 1,5 Millionen Menschen – besser absichern kann. Für die Branche würde dies mehr Klarheit bei der Risikobewertung entlang der Lieferketten bedeuten.
Auswirkungen für Käuferinnen, Käufer und Handelspartner
Für private Kundinnen und Kunden schafft eine präzisere Definition langfristig mehr Sicherheit: Herkunftsnachweise und Due-Diligence-Prozesse werden vergleichbarer, und verantwortliche Bezugsquellen lassen sich leichter identifizieren. Für gewerbliche Händler bringt die Debatte operative Konsequenzen mit sich – von der Dokumentation der Lieferwege bis zur Bewertung potenzieller Sorgfaltspflichten bei der Beschaffung von Roh- und geschliffenen Diamanten. Kurzfristig können Anpassungen in Förderländern und Lieferketten einzelne Angebotsströme beeinflussen; mittelfristig stärkt ein klar definiertes Regelwerk jedoch das Vertrauen in den globalen Handel und reduziert Reputations- und Compliance-Risiken.
Auch Preisfragen rücken in den Fokus: Qualitäten und Karatgewichte bleiben die Haupttreiber der Preisbildung, doch Veränderungen in der Verfügbarkeit bestimmter Herkünfte können Differenzen verstärken. Parallel dazu gewinnen synthetische Diamanten für preisbewusste Kundinnen und Kunden an Bedeutung. Eine stärkere Trennschärfe in den Standards erleichtert es, Unterschiede transparent zu kommunizieren – von der Entstehung bis zur Wertentwicklung.
Unser Anspruch: Transparenz, Auswahl und fachkundige Begleitung
Als Diamant Agentur GmbH verbinden wir verantwortungsvolle Beschaffung mit Marktzugang: Über die Diamantbörse greifen wir direkt auf mehr als 1,5 Millionen Diamanten zu und bieten Ihnen damit eine außergewöhnliche Auswahl nach Qualität, Zertifizierung und Budget. Unsere Diamantgutachter beraten Sie kostenlos und diskret – von der Einschätzung der 4C und Zertifikate bis hin zu Fragen der Herkunft und Compliance. Für Händlerinnen und Händler unterstützen wir bei der Dokumentation, bei Due-Diligence-Anforderungen und bei der Zusammenstellung sortierter, marktfähiger Bestände.
Ob Verlobungsring, Investmentstein oder Handelsposten: Sie erhalten eine transparente Preisübersicht, Einblicke in das aktuelle Marktumfeld sowie auf Wunsch auch Alternativen mit synthetischen Diamanten. Zudem vermitteln unsere Ratgeber und Workshops praxisnah, wie Sie Diamanten selbst bewerten und Unterlagen souverän einordnen. So treffen Sie fundierte Entscheidungen – auf Basis nachvollziehbarer Informationen und mit der Sicherheit, dass Verantwortung und Qualität Hand in Hand gehen.
