Alrosa verzeichnete im abgelaufenen Jahr einen deutlichen Ergebnisrückgang. Der Jahresüberschuss fiel um rund 77 % auf 19,25 Mrd. RUB, nach 85,18 Mrd. RUB im Vorjahr. Der Umsatz gab um 26 % auf 239,07 Mrd. RUB nach. Zusätzlich belasteten Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 4,98 Mrd. RUB das Ergebnis. Operativ sank die Fördermenge um 4,6 % auf 33 Mio. Karat. Finanzseitig stieg die Nettoverschuldung auf 107,9 Mrd. RUB (Vorjahr: 36,1 Mrd. RUB), während der Bestand an Rohdiamanten in der Bilanz um 54 % auf 129,93 Mrd. RUB anwuchs.
Treiber der Entwicklung: Sanktionen, Nachfrage und Bilanz-Effekte
Wesentliche Ursachen sind fortgesetzte Sanktionen auf russische Diamanten und eine verhaltene Nachfrage nach Rohware. Während einige Märkte weiterhin Importe zulassen, ist der adressierbare Kundenkreis eingeschränkt, was Absatz und Preise belastete. Im Jahresverlauf wurden zudem Rohdiamantpakete an die staatliche Schatzkammer Gokhran veräußert; Volumen und Werte dieser Transaktionen wurden nicht veröffentlicht. Insgesamt führten der erschwerte Marktzugang, Bestandsaufbau und Wertberichtigungen zu einem deutlich schwächeren Jahresabschluss sowie zu angekündigten Produktionskürzungen und Personalmaßnahmen für 2025.
Was bedeutet das für Einkauf, Preise und Verfügbarkeit?
Für Käufer und Händler ergeben sich mehrere Implikationen:
- Angebot und Flüsse: Umleitungen der Lieferketten und höhere Lagerbestände können kurzfristig zu selektiven Angebotsfreigaben führen, jedoch bleiben Herkunfts- und Compliance-Anforderungen zentral.
- Preisstruktur: Schwäche bei Rohdiamanten wirkt nicht automatisch 1:1 auf polierte Steine durch. Qualitätsfaktoren (4C), Nachverfolgbarkeit und Zertifizierung bestimmen weiterhin starke Preisunterschiede. Ein Einkaräter mittlerer Qualität liegt typischerweise im Bereich um 3.000 Euro; Top-Qualitäten bewegen sich deutlich darüber.
- Herkunft und Transparenz: Regulatorik und Sanktionen erhöhen die Bedeutung lückenloser Dokumentation. Für internationale Geschäfte werden belastbare Nachweise zu Ursprung und Lieferkette immer wichtiger.
- Alternativen: Synthetische Diamanten gewinnen an Akzeptanz und weisen teils signifikante Preisvorteile gegenüber natürlichen Steinen auf – relevant für budgetorientierte Projekte, ohne auf Brillanz verzichten zu müssen.
Unsere Empfehlung: Planen Sie Beschaffungen mit Vorlauf, bestehen Sie auf international anerkannten Zertifikaten (z. B. GIA, HRD, IGI) und Herkunftsnachweisen, und vergleichen Sie systematisch Optionen über Qualitäten, Herkunft und gegebenenfalls synthetische Alternativen.
Wie wir Sie in diesem Umfeld zielgerichtet unterstützen
Als Diamant Agentur GmbH begleiten wir Sie mit rechtskonformer, transparenter Beschaffung und fundierter Expertise:
- Zugriff auf über 1,5 Mio. Diamanten im direkten Handel über die Diamantbörse – für breite Auswahl und schnelle Verfügbarkeit.
- Kostenfreie, diskrete Beratung durch erfahrene Diamantgutachter – inklusive Erklärung des komplexen Preisgefüges, Bewertung der 4C und Einschätzung aktueller Marktbewegungen.
- Klare Nachweise zu Zertifizierung und Herkunft, abgestimmt auf Ihre Compliance-Anforderungen.
- Objektiver Vergleich natürlicher und synthetischer Diamanten, damit Sie Qualität, Budget und Zweck optimal ausbalancieren.
- Für Händler: Verlässliche Prozess- und Dokumentationsstandards sowie persönliche Betreuung durch Fachexperten.
- Ergänzend: Auf Wunsch diskreter Goldankauf und Beleihung, um Liquidität flexibel zu steuern.
In einem Markt, der von Sanktionen, Nachfragezyklen und zunehmender Transparenz geprägt ist, zählen belastbare Informationen und der direkte Zugang zu geprüfter Ware. Wir stellen beides bereit – damit Sie auch in bewegten Zeiten sicher und wertorientiert entscheiden.
