Verlängerte US‑Frist für Altbestände: Regeln für lose Diamanten russischen Ursprungs und Ihre Optionen

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Die US‑Behörden haben die Einfuhrfrist für bestimmte, bereits vor den Sanktionsstichtagen gehandelte lose Diamanten russischen Ursprungs („grandfathered“/Altbestand) um ein Jahr verlängert – nun bis zum 1. September 2026. Betroffen sind nichtindustrielle, lose Steine ab 0,50 Karat, sofern sie die engen Herkunfts- und Zeitkriterien erfüllen: Für Diamanten ab 1,00 Karat muss die Ware bereits vor dem 1. März 2024 außerhalb Russlands gewesen sein, für Steine zwischen 0,50 und 0,99 Karat vor dem 1. September 2024. Die Sonderregelung bezieht sich ausschließlich auf lose Ware; die gesonderten Bestimmungen für Diamantschmuck wurden nicht angepasst. Hinweis: Diese Informationen dienen der Orientierung und stellen keine Rechtsberatung dar.

Was „grandfathered“ konkret bedeutet

Als Altbestand gelten Diamanten, die vor den genannten Stichtagen den russischen Wirtschaftsraum verlassen haben – dazu kann auch Rohware zählen, die etwa zur Bearbeitung (Schleifen/Polieren) in Drittländer wie Indien verbracht wurde. Entscheidend sind lückenlose Nachweise entlang der Lieferkette. Importeurinnen und Importeure in die USA müssen daher insbesondere:

  • Herkunft und Verlassen Russlands vor dem Stichtag dokumentieren (Frachtpapiere, Zollunterlagen, Rechnungen)
  • Karatgewicht und Warennatur (lose, nicht industriell) belegen
  • die einschlägige US‑Lizenznummer und Gültigkeit prüfen

Für fertigen Schmuck gelten eigene Regelungen; hier hat es keine Fristverlängerung gegeben.

Auswirkungen auf Markt, Verfügbarkeit und Preise

Für den internationalen Handel bedeutet die Verlängerung eine längere Abverkaufsphase von Altbeständen in die USA. Das kann kurzfristig Angebotsschwankungen in bestimmten Größenklassen – vor allem 0,50 bis 1,00 Karat sowie ≥1,00 Karat – abfedern. Gleichzeitig bleibt die Compliance‑Last hoch: Wer in die USA liefert, braucht belastbare Herkunftsnachweise und sollte mit zusätzlicher Prüfzeit rechnen.

Für Endkundinnen und Endkunden in Europa kann die Maßnahme mittelbar zu stabileren Preisen bei gängigen Größen führen, da globale Warenströme flexibler geplant werden können. Unabhängig davon gilt: Diamantpreise variieren stark nach Qualität (4C). Ein Einkaräter in durchschnittlicher Qualität kann im Bereich von rund 3.000 Euro liegen; Topqualitäten sind deutlich teurer. Synthetische Diamanten bleiben eine preislich attraktive Alternative mit klarer Kennzeichnungspflicht.

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