Der World Diamond Council (WDC), Vertretung der internationalen Wertschöpfungskette für natürliche Diamanten, hat die US-Regierung aufgefordert, Diamanten von neu eingeführten Zöllen auszunehmen. Begründet wird dies damit, dass natürliche Diamanten in den USA nicht gefördert werden, gleichzeitig aber für die Gesundheit des amerikanischen Schmucksektors und damit für die Gesamtwirtschaft eine maßgebliche Rolle spielen. Ziel des Appells ist es, Handelsbedingungen zu schaffen, die Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung sichern, ohne grundlegende Ziele fairer und reziproker Handelspolitik zu unterlaufen.
Was Zölle in der Praxis bewirken würden
Zölle auf Diamanten wirken am Ende der Kette wie eine Verbrauchsabgabe: Einkaufspreise steigen, wodurch Verlobungsringe und andere Schmuckstücke teurer werden. Händler in den USA berichten bereits von Bestands- und Margendruck, der sich in höheren Endpreisen niederschlägt. Der US-Markt ist der größte Absatzmarkt für Schmuck mit natürlichen Diamanten; Preisschocks gefährden dort nicht nur den Einzelhandel, sondern die gesamte Lieferkette von der Verarbeitung bis zur Veredelung. Branchenangaben zufolge generiert der US-Schmuckhandel jährlich über 100 Milliarden US-Dollar an wirtschaftlicher Aktivität und sichert mehr als 200.000 Arbeitsplätze. Auch inländische Fertigung und Exporte tragen zweistellige Milliardenbeträge zur Wertschöpfung bei. Eine Zollbefrachtung natürlicher Diamanten setzt diese Strukturen unter Druck und belastet am Ende Verbraucherinnen und Verbraucher.
Marktverwerfungen und Unsicherheiten
Die angekündigten Basistarife und teils höhere reziproke Zölle haben in Teilen der Branche bereits zu Verzögerungen geführt: Marktakteure prüften Lieferwege neu, Verschiebungen bei Roh- und Poliertdiamanten sorgten punktuell für Stillstand und Unsicherheit. Vorübergehende Aussetzungen einzelner Maßnahmen ändern wenig am Grundproblem: Planbarkeit fehlt, Finanzierungskosten steigen und internationale Lieferketten werden fragiler. Der WDC argumentiert daher, dass eine gezielte Ausnahme für natürliche Diamanten stabile Beschaffungsketten unterstützen, die Wettbewerbsfähigkeit der US-Fertigung sichern und zusätzliche Kosten für Endkunden vermeiden würde. Gleichzeitig wird betont, dass das Anliegen mit dem Ziel fairer Handelsbeziehungen vereinbar ist.
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