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Wie die Politur hat auch die Symmetrie Einfluss auf die Schönheit eines Diamanten. Dabei beschreibt die Symmetrie die Gleichmäßigkeit der Anordnung der Facetten und die Struktur des Diamanten. Ein ausgeglichenes Erscheinungsbild sorgt zudem für eine einheitliche und gleichmäßige Entfaltung von Brillanz, Funkeln und Feuer.
Bei den meisten Brillanten fällt eine asymmetrische Form nicht so schnell auf wie bei Fantasieschliffen. Deutlich wird dies beispielsweise, wenn bei einem Diamantherz eine Seite („Schulter“) stärker ausgeprägt ist als die andere. Dann beeinträchtigt die Symmetrie die Schönheit des Schmucksteines maßgeblich. Hintergrund dafür, dass nicht jeder Diamant perfekt geschliffen wird, ist der Gedanke, möglichst viel Gewicht und damit Wert zu erhalten.
In der Regel sind Brillanten symmetrisch. Im Idealfall besteht er aus einer achteckigen, zentrierten Tafel, hat einen perfekt runden Umfang und alle Facetten sind sowohl in der richtigen Form sowie Position zu einander. Diese Wunschvorstellung trifft nicht immer die Realität: Denn auch hier zeigt sich, dass Diamanten ein Naturprodukt sind und der Schleifer kann nur das aus dem Rohdiamanten herausholen, was dieser auch hergibt.
Die meisten Symmetriedefizite fallen bei der Bewertung weder ins Gewicht noch ins Auge, da auch hier die 10-fach vergrößernde Lupe Grundlage für die Graduierung ist. Bei der Bewertung gilt es aber zu unterscheiden, ob die Symmetriemerkmale das Gesamtbild des Edelsteins beeinflussen oder nicht.
| Exzellent | Unter 10-facher Vergrößerung keine bis sehr schwer zu erkennende Merkmale. |
| Sehr gut | Kleine Abweichungen und Symmetriemerkmale unter 10-facher Vergrößerung. |
| Gut | Mehrere Symmetriemerkmale, sichtbar unter 10-facher Vergrößerung, welche die Brillanz und das Erscheinungsbild des Diamanten beeinflussen können. |
| Mittel | Mehrere, stärker ausgeprägte Symmetriedefizite. Wahrscheinlich sind Feuer und Brillanz beeinträchtigt. |
| Gering | Zahlreiche gravierende Merkmale, die das Erscheinungsbild des Diamanten beeinträchtigen. Mit dem bloßen Auge zu erkennende Symmetriedefizite. |
Das sogenannte „Hearts and Arrows“-Muster ist ein Indiz für eine sehr gute Symmetrie des Brillanten. Nicht alle Brillanten mit der Symmetrienote „exzellent“ zeigen auch das Muster, welches Herzen und Pfeilen ähnelt.
Dabei ist zu beachten:
Dieses Muster steht in Relation zur Symmetrie, nicht zum Schliff als Ganzem. Wichtig dabei: Für das Auge bzw. die Schönheit des Diamanten macht das Muster aus Herzen und Pfeilen innerhalb des Symmetriegrades „exzellent“ keinen Unterschied.
Sichtbar wird das Reflexbild mit Hilfe des „Hearts and Arrows Scope“. Manchmal ist das Vorhandensein von „Hearts and Arrows“ auf den gemmologischen Zertifikaten vermerkt. Allerdings erkennt GIA das Muster nicht als Qualitätsmerkmal an. Ist „hearts and arrows“ oder „H&A“ als Kommentar in einem GIA Zertifikat vermerkt, bedeutet dies, dass der Diamant eine Lasergravur mit diesem Schriftzug aufweist. GIA stellt den Schriftzug fest, nicht jedoch eine besondere Güte im Zusammenhang mit den Herzen und Pfeilen.