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Der Handel mit Diamanten ist seit jeher ein kleiner und intimer Markt, in dem sich viele Marktteilnehmer persönlich kennen. Oft sind Handelsbeziehungen über Jahrzehnte, wenn nicht sogar über Generationen gewachsen. Vertrauen ist in der Branche die härteste Währung in einem relativ kleinen Markt, der gerade einmal ca. 18 Millarden Dollar im Jahr umsetzt.
Ein Beispiel erklärt das Besondere am Diamanthandel: Für den Kauf eines Autos im Wert von mehreren Tausend Euro braucht man einen Kaufvertrag von mehreren Seiten. Für den Erwerb eines Hauses für mehrere Hundert Tausend Euro benötigt man einen noch umfassenderen, vom Anwalt ausgefertigten Kaufvertrag sowie einen Notar.
In der Diamantbranche werden Geschäfte – auch von größeren Beträgen über eine Million Euro – per Handschlag besiegelt und abgewickelt. Dazu genügt ein Stück Papier mit dem Kaufpreis und der Beschreibung der Diamanten.
Da der Markt so klein ist, bedeutet Vertrauen alles und Fehlverhalten spricht sich über Nacht herum. Ein Fehltritt oder unlautere Geschäftspraktiken werden mit dem Ausschluss aus der Börse bestraft. Niemand macht mit Betrügern Geschäfte und wer einmal lügt – dem glaubt man nicht. Die Sicherheit besteht darin, dass man sich keinen Fehltritt erlauben kann.
Für uns bedeutet das konkret, dass wir zertifizierte Diamanten kaufen können ohne diese vorab gesehen zu haben – auch bei größeren Summen. Unsere Handelspartner sind akkreditierte Mitglieder der Diamantbörse. Ein Diamanthandel ohne Vertrauen in zuverlässige Partner ist nicht denkbar.
Mittlerweile werden 90% aller Diamanten (nach Volumen) in Indien geschliffen. Nach Wert sind es immerhin noch 60% der weltweiten Produktion. Im Jahr 2011 hat Indien sogar mehr Diamanten importiert als weltweit abgebaut wurden. Über 800.000 Schleifer arbeiten in der Diamantindustrie in Indien.
Zum Vergleich: In China und Thailand zusammen sind es lediglich ungefähr 40.000 Schleifer. Im Diamanthandel ist Indien heutzutage nicht wegzudenken.
Hintergrund dieses Aufstiegs mag zum einen Indiens mit Diamanten verwobene Vergangenheit sein. Sicher jedoch sind die günstigen Arbeitskosten dafür verantwortlich: Im Vergleich zu den USA kostet das Schleifen in Indien ungefähr nur ein Zehntel.
Anfang der 1970er Jahre waren es vor allem kleine Diamanten, die in Surat geschliffen wurden. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich allerdings eine große Industrie daraus entwickelt, die mittlerweile die Expertise hat, auch die feinsten Diamanten zu bearbeiten.
Weltweit gibt es über 30 Diamantbörsen an denen Rohdiamanten sowie geschliffene Diamanten gehandelt werden. Die sechs wichtigstens Zentren für Diamanten sind: Antwerpen, Dubai, New York, Hong Kong, Mumbai und Tel Aviv.
Allein in Antwerpen gibt es vier Diamantbörsen, die die Stadt zum weltweit größten Umschlagsplatz der begehrten Edelsteine machen. Neben den traditionellen Zentren ist vor allem die im Jahr 2002 gegründete und rasant wachsende Börse in Dubai für den Diamanthandel interessant.
Früher wurde in den verschiedenen Börsen Diamanten begutachtet und haben an Ort und Stelle – teils nach schwierigen Preisverhandlungen – den Besitzer gewechselt.
Im Gegensatz dazu läuft der Diamanthandel heute zum größten Teil digital an elektronischen Listen. Dort werden Diamanten international nach Zertifikat und Preis gehandelt. Gemmologische Institute wie das renommierte „Gemmologische Institut Amerika“ (GIA) zertifizieren Diamanten neutral, professionell und objektiv – und machen Diamanten damit vergleichbar. Das hat den weltweiten Diamanthandel an digitalen Börsen erst möglich gemacht.
Die technologische Entwicklung macht auch vor der Diamantbranche und dem Diamanthandel nicht halt. Die fortlaufende Digitalisierung führt zu einem sich immer schneller drehenden Markt. Angebot und Nachfrage sind durch die digitale Entwicklung genauer denn je im Preis wiedergegeben. Neue Geschäftsmodelle, die sich durch Onlinevertrieb, mehr Transparenz und einfache Vergleichbarkeit auszeichnen, zeigen einen weltweiten Trend. Aber mehr noch: Automatische Schleifmaschinen könnten der großen Schleifindustrie in Indien Konkurrenz machen und die Schleifereibetriebe wieder nach Europa holen.
Die Bestimmung des Schliffs sowie der Proportionen ist heutzutage durch optische Taster einfacher und exakter möglich als dies jemals der Fall war. Wird ein Rohdiamant bearbeitet, setzte man früher auf die Erfahrung eins langjährigen Experten. Heutzutage erstellen Computer 3D-Modelle des Rohdiamanten und errechnen die optimale Ausnutzung des Steins. Bedenkt man, dass ein Brillant ca. 60% seines Gewichts im Schleifprozess verliert, kann man erahnen wie wichtig diese technischen Errungenschaften sind. Viele sehen selbst die Graduierung von Farbe und Reinheit bald automatisiert.