BERÜHMTE DIAMANTEN

Groß, selten und schön

„Moderation is a fatal thing.
Nothing succeeds like excess.“
 Oscar Wilde

Aussergewöhnliche, besondere und berühmte Diamanten – viele mit historischem Wert, manche sind legendär, andere sogar verflucht. Sofort kommt die Frage nach dem materiellen Wert der Schätze auf. Allerdings sind Preisschätzungen mitunter sehr schwierig einfach aufgrund der Einzigartigkeit der Edelsteine. Nur eines ist sicher: Hat der Stein einen eigenen Namen, ist er ein besonderes Unikat.

Kohinoor Diamant Berühmte Diamanten

Koh-i-Noor
Koh-i-Noor Diamant

Koh-i-Noor

Jubliee Golden Diamant Thumbnail

Golden Jubilee Diamant
Golden Jubilee Diamant

Golden Jubilee

Photograph of the Portuguese diamond (G3898) fluorescing under ultraviolet light. Photo by Chip Clark

Koh-i-Noor
Koh-i-Noor

Portugiese

Wittelsbach Diamant

Blauer Wittelsbacher Diamant
Blauer Wittelsbacher Diamant

Wittelsbacher

Cullinan Replika Diamant

Cullinan Diamant
Cullinan Diamant

Cullinan

Tifffany Thumbnail Bird on a Rock

Tiffany Diamant
Tiffany Diamant

Tiffany

Chip Clark hope diamond-1

Hope Diamant
Hope Diamant

Hope

Orlow Diamant

Orlov Diamant
Orlov Diamant

Orlov

Berühmte Diamanten

Florentiner Diamant
Florentiner Diamant

Florentiner

Beau Sancy Diamant

Beau Sancy Diamant
Beau Sancy Diamant

Beau Sancy

Asscher Cut Schliff Diamant

Krupp Diamant
Beau Sancy Diamant

Krupp

Golden Eye Diamant

Golden Eye Diamant
Beau Sancy Diamant

Golden Eye

Video: Besondere Juwelen

Der Blaue Wittelsbacher

Die Geschichte des Blauen Wittelsbachers lässt sich bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen. Damals gelangte er als Mitgift der Tochter des spanischen Königs nach Österreich und wurde 1722 Teil der bayrischen Kronjuwelen der Wittelsbacher Familie. Durch die Umwerfungen des ersten Weltkrieges wurde Bayern eine Republik. Die Nachkommen der Königsfamilie versuchten den damals 35,56 Karat (7,11 g) schweren Diamanten im Jahr 1931 auf einer Auktion in London zu verkaufen. Das sollte das letzte Mal für über 70 Jahre sein, dass die Öffentlichkeit den besonderen blauen Stein sieht.

Es heisst, der Diamant ging über verschiedene Diamanthändler in Antwerpen und Juweliere bis der Kaufhausmagnat Helmut Horten ihn als Geschenk für seine Ehefrau kaufte. Bei einer Auktion von Christie´s in London erzielte der Blaue Wittelsbacher 2008 für 18,4 Millionen Euro. Der Zuschlag ging an den Juwelier Laurence Graff. Ein Diamant der Superlative auch im Preis – er erzielte den bis dahin höchsten jemals auf einer Auktion gezahlten Preis.

Wittelsbach blauer Diamant

Wittelsbach-Graff Diamant
Quelle: Wikipedia, Autor: Physolamuse

Blauer Diamant

Im Jahr 2010 lies Graff den historischen Edelstein neu schleifen:

Dabei verlor der Diamant zwar über vier Karat an Gewicht. Dafür verschwanden allerdings Gebrauchsspuren wie Absplitterungen und Kratzer und gleichzeitig erhöhte sich die Reinheitsstufe von VS1 auf IF (lupenrein). Seitdem heisst der Stein offiziell Wittelsbach-Graff Diamant. Dennoch brachte der neue, optimierte Schliff Graff viel Kritik ein. Der historische Charakter des besonderen Edelsteins hätte Schaden genommen. Angeblich wurde der Diamant im Jahr 2011 von Scheich Hamad bin Chalifa für über 80 Millionen US-Dollar gekauft. Blaue Diamanten gehören zu den seltensten Diamanten.

Hope Diamant

Der Hope Diamant ist einer der berühmtesten und zugleich einer der berüchtigtsten Diamanten zugleich. Weltbekannt wurde der 45,52 Karat schwere blaue Diamant durch seine Besitzer: Die französischen Könige Ludwig XIV, XV, XVI sowie Marie Antoinette, der englische König Georg IV., sein Namensgeber Henry Hope, der englische Juwelier Harry Winston und weitere. Heutzutage ist der besondere Edelstein in der Smithsonian Institution in den USA ausgestellt.

Im Jahre 1988 von GIA bewertet wurde die Farbe als „Fancy Dark Grayish Blue“ beschrieben und der Reinheitsgrad mit VS1 angegeben. Der Wert des Hope Diamanten ist im Prinzip nicht zu beziffern. Viele Schätzungen sehen den Preis allerdings im dreistelligen Millionenbereich. Mehr Informationen zu diesem berühmten Diamanten finden Sie hier.

Chip Clark hope diamond-1

„Mit freundlicher Genehmigung des Smithsonian Institute“, Fotograf Chip Clark

Fluoreszenz rot

Der walnussgroße Diamant im antiken Kissenschliff begeistert Besucher des Museums genauso wie Gemmologen. Im kurzwelligen UV-Licht phosphoresziert der Stein rot. Auch das rote Nachleuchten oder Glühen wird von vielen als Zeichen gedeutet, dass mit dem Diamanten etwas nicht stimmt. Geschichten sagen dem Stein einen Fluch nach, der seinen Trägern Unglück bringt. Tatsächlich sind diese Legenden eher widersprüchlich. Vielen Besitzern ist sowohl Positives als auch Negatives widerfahren ist. Letztendlich gefällt den meisten Leuten aber die spannende Geschichte hinter dem einmaligen Schmuckstein.

Der Cullinan Diamant

Der Cullinan Diamant ist der größte Diamant in Schmuckqualität, der jemals gefunden wurde. Der Rohdiamant wog 3.106,75 Karat (621,35 g) und wurde 1905 in der südafrikanischen Premier Mine gefunden und nach dessen Eigentümer, Thomas Cullinan, benannt. Verarbeitet wurde der Rohstein in 9 größere Einzelstücke und 96 kleinere Steine, aufgrund von einigen Einschlüssen in ungünstiger, mittiger Lage. Alle neun sind größere, berühmte Diamanten (Cullinan I bis Cullinan IX) und als Teil der britischen Kronjuwelen im Tower von London zu sehen. Cullinan Diamant – die 9 größten Teile des Rohdiamanten:

Berühmte Diamanten - Cullinan
Quelle: Wikipedia, Erlaubnis: PD-OLD

Von besonderer Bedeutung sind Cullinan I und II, die auch „Der große Stern von Afrika“ (Great Star of Africa) und „Kleiner Stern von Afrika“ (Lesser Star of Africa) genannt werden. Der erste wiegt immerhin 530,2 Karat, ist in Tropfenform geschliffen und ziert das Zepter von König Edward VII. Der kleine Stern von Afrika wiegt 317,4 Karat, ist kreisförmig geschliffen und schmückt die britische Königskrone. Cullinan III und IV wiegen 94,4 und 63,6 Karat und sind in der Krone von Königin Mary verarbeitet.

Cullinan Replika Diamant

Die Premier Mine ist bis heute aktiv und wird mittlerweile in 763 Metern Tiefe betrieben. Der Cullinan-Rohdiamant wurde anno 1907 dem britischen König geschenkt als Dank für die Gewährung der selbstständigen inneren Verwaltung der damaligen Kolonie Transvaal (Südafrika).

Kurios: Der Transport des sagenhaften Steines war riskant und man fürchtete, dass er auf dem Weg nach England gestohlen werden könnte. Das Dampfschiff, das den Diamanten transportierte, war voller Sicherheitspersonal, die einen Stein in einem Safe bewachten. Lediglich handelte es sich dabei um eine Attrappe, der echte Cullinan-Diamant wurde zeitgleich per Post nach England geschickt.

Golden Eye Diamant

Ein goldenes Auge – bei diesem besonderen, gelbgoldenen, lupenreinen 43,51-karätigen Diamanten ist der Name tatsächlich Programm. Die bestechende Farbe, Kanariengelb (auch: „Fancy Intense Yellow“, die höchste Qualitätsstufe bei gelben Diamanten), und seine Größe machen ihn einzigartig: Ein größerer kanariengelber Diamant ist weltweit nicht bekannt. Der Radiantschliff ist erstklassig ausgeführt und lässt den Stein zusätzlich funkeln.

golden eye diamond us marshal service

Golden Eye Diamant
Quelle: US Marshall Services

Gelber Diamant Fancy Vivid

Das „Canary“ Gelb ist beliebt

Wie aus einem James Bond Film hört sich die Geschichte des Golden Eye Diamanten an: Wahrscheinlich im Jahre 1872 in Südafrika gefunden wog der einmalige Stein ursprünglich 124,5 Karat. Unter nach wie vor ungeklärten Umständen gelangte der besondere Edelstein in die Hände des Geschäftsmannes und Betrügers Paul Monea. Er nutzte den Stein als Sicherheit in zwielichtigen Geschäften. Im Jahr 2007 wurde Monea vom FBI verhaftet und der Stein beschlagnahmt.

Dann ließen die Behörden im Jahr 2011 den Diamanten versteigern mit einem Startpreis von 900.000 US Dollar. Höchstbietender war Jerre Hentosh, der für 2,84 Millionen Dollar den Zuschlag bekam. Berühmte Diamanten wie diesen gibt es nunmal nicht wie Sand am Meer.

Portugiesischer Diamant

Der sogenannte Portugiesische Diamant ist im Smithsonian Institut in Washington DC zu sehen und mit 127,01 Karat der größte geschliffene Diamant in der Sammlung des Museums. Sein Namensgeber war der bekannte Juwelier Harry Winston, der den Stein gegen 2,400 Karat kleinere Diamanten des Museums eintauschte. Er vermutete, dass der Diamant aus Portugal kam und einstmals der königlichen Familie gehörte. Heute weiss man, dass der Diamant eigentlich aus Südafrika stammt und in der Premier Mine gefunden wurde. Die neuzeitliche Geschichte des berühmten Edelsteins ist verbunden mit viel Leidenschaft: In den 1920ern trug das Glamourgirl Peggy Hopkins Joyce über viele Ehen und noch mehr Liebschaften getreu dem Prinzip „Felix Austria“ eine ganze Edelsteinsammlung zusammen.

Photograph of the Portuguese diamond (G3898). Photo by Chip Clark

„Smithsonian Institut“ / Foto Chip Clark

Photograph of the Portuguese diamond (G3898) fluorescing under ultraviolet light. Photo by Chip Clark

 Fotograf Chip Clark

Aus gemmologischer Sicht ist der Diamant insbesondere interessant aufgrund seiner sehr starken Fluoreszenz. Wie bereits im Kapital Fachwissen über Fluoreszenz beschrieben ist der Portugiesische Diamant ein seltenes Beispiel der sogenannten „overblues“.

Die extrem starke Fluoreszenz lässt den Diamanten etwas milchig erscheinen. Das Gemological Institute of America (GIA) hat den Edelstein mit dem Farbgrad M sowie dem Reinheitsgrad VS1 beschrieben. Der wunderbar ausgeführte Smaragdschliff zusammen mit der hohen Reinheit und der besonderen Fluoreszenz machen diesen Diamant wirklich einzigartig. Um mehr über den Portugiesischen Diamanten zu erfahren, klicken Sie hier. Berühmte Diamanten leuchten manchmal.

Der Tiffany Diamant

Entdeckt im Jahre 1878 ist der Tiffany-Diamant einer der größten gelben Diamanten überhaupt. Das Karatgewicht des im Kissenschliff geformten Diamanten mit 90 Facetten beträgt 128,51 Karat (ca. 25 g). Ursprünglich hatte der gelbe Rohstein 287,42 Karat bevor er von George Frederick Kunz (1856-1932) geschliffen wurde. Zum einen wurde dabei darauf geachtet, möglichst viel Gewicht zu erhalten. Zum anderen sollte die besondere Farbe des Diamanten – Kanariengelb („Canary“) – noch mehr hervorgehoben werden. Seinen Namen erhielt der einzigartige Diamant von der Firma Tiffany, die ihn besitzt. Bislang wurde der Diamant nur von zwei Frauen getragen: Sheldom Whitehouse und Audrey Hepburn (Breakfast at Tiffany´s). Bekannt ist der Edelstein besonders in einer von Jean Schlumberger entworfenen Brosche, genannt Bird on the Rock. Berühmte Diamanten werden selten getragen.

Tiffany Diamant in der berühmten Brosche „Bird on the Rock“
Quelle: Wikipedia, author: Shipguy

gelber tiffany diamant

„Bird on the Rock“

Orlow Diamant Russischer Diamant

Orlov Diamant im Zepter des Zaren
Quelle: Wikipedia, Bron: DIAMONDS – Famous, Notable and Unique (GIA)

Der Orlov Diamant

Der Orlov-Diamant ist einer der berühmtesten Diamanten der Welt. Er wiegt 189,62 Karat und ist in das goldene Zepter der russischen Zaren eingearbeitet. Die Maße sind vergleichbar mit der Größe eines halben Hühnereis, die Farbe ist weiß mit einem leichten blau-grünlichen Schimmer. Namensgeber ist der russische Graf Orlov, der ihn Katharina der Großen (1762-1796) schenkte. Zu sehen ist der Orlov-Diamant in der Ausstellung des Diamantenfonds in der Rüstkammer des Moskauer Kremls. Seinen Ursprung hat er allerdings in Indien.

Der Diamant ist auch aufgrund seiner Form besonders: Als einer der wenigen historischen Diamanten wurde der Stein nicht umgeschliffen, sondern in seiner ursprünglichen Form, dem Rosen-Schliff, belassen.

Excelsior Diamant

Gefunden im Jahr 1893 in der südafrikanischen Jagersfontein Mine ist der Excelsior Diamant der bislang zweitgrößte je gefundene Rohdiamant. Lediglich der Cullinan Diamant war noch größer. Mit einem imposanten Gewicht von 995,2 Karat (194 g) und dem blau-weissen Farbschimmer war der Diamant eine Sensation. Verarbeitet wurde der Rohstein in elf kleinere Edelsteine von 9,82 bis 69,68 Karat. Excelsior I bis XI wurden alle in Tropfen- und Marquiseform geschliffen. Aufgrund einer Reihe von schwarzen Einschlüssen entschied man sich, den einzigartigen Diamant mit Farbgrad G von I.J. Asscher in Amsterdam schleifen zu lassen. Im Nachhinein wurde dies von vielen kritisiert. Denn man hätte den größten geschliffenen Diamanten in einem Stück produzieren können.

Letztendlich entschieden wirtschaftliche Gründe: Niemand konnte einen so großen, einzelnen Diamanten kaufen. Vor der Zerteilung lag der phänomenale Edelstein jahrelang im Safe. Excelsior I ist heute im Besitz von Robert Mouawad, der diesen 1996 für ca. 2,5 Millionen US-Dollar kaufte.

Zweitgrößter Diamant Excelsior

Excelsior Diamant in Rohform
Quelle: Wikipedia, Autor: Edwin W. Streeter

Beau Sancy Diamant

Beau Sancy Diamant
Quelle: Wikipedia

Beau Sancy Diamant

Der Beau Sancy ist ein 34,98-karätiger berühmter Diamant und gehörte zu den Kronjuwelen der preußischen Hohenzollern. Der Beau Sancy ist nicht zu verwechseln mit dem größeren Sancy Diamant, der ein Gewicht von 55,23 Karat auf die Waage bringt. Geschliffen mit 110 Facetten misst der Diamant 22,3 mm in der Höhe und 19,5 mm in der Breite. Im Laufe der Zeit war dieser historische Diamant im Besitz von vier Königsfamilien: 1604 vom französischen König Heinrich IV. gekauft als Geschenk für seine Frau Maria de Medici. Später gelangte der besondere Stein ins Haus Oranien und danach nach England bis er am Anfang des 18. Jahrhunderts nach Preußen kam.

Im Jahr 2012 wurde der Beau Sancy von den Nachkommen der Hohenzollern bei Sotheby´s versteigert und erzielte nach einer einmaligen Bieterschlacht das 5-fache des vorher angegebenen Schätzwertes: Der Diamant wurde für mehr als 7,5 Millionen Euro verkauft. Berühmte Diamanten haben oft historischen Wert.

Sancy Diamant

Der Sancy Diamant ist ein leicht grün-gelblicher Edelstein von 55,23 Karat (ca. 11 g) in Schildform. Interessant ist, dass der Edelstein kein Unterteil (Pavillon) hat, sondern sich aus zwei Oberteilen (Kronen) zusammen setzt. Auch sind die Facetten symmetrisch angeordnet. Der Sancy Diamant war der Hauptstein der Königskrone Ludwigs XV. von Frankreich.

Erwähnt wurde der besondere Edelstein erstmals 1477, als ihn sein Besitzer, Herzog von Burgund, Karl der Kühne, als Talisman in die Schlacht bei Nancy trug. 1570 wurde er von Nicholas Harlay de Sancy, dem Botschafter am Hof des Sultans Selim II. in Konstantinopel erworben. Dieser ist bis heute sein Namensgeber geblieben. De Sancy verkaufte den Diamanten an die englische Königin Elisabeth I. von wo er wiederum im 17. Jahrhundert nach Frankreich gelangte. In den Wirren der Französischen Revolution wurde er aus der königlichen Schatzkammer gestohlen. Berühmte Diamanten werden auch gestohlen. Wieder aufgetaucht im 19. Jahrhundert wanderte er in den Besitz des russischen Großindustriellen Demidoff. 1906 kaufte William Waldorf Astor den Sancy Diamant. Seine Nachkommen stellen das historische Juwel in der Apollo-Gallerie im Louvre aus.

Sancy Diamant Diamond Louvre

Quelle: Wikipedia

Berühmte Diamanten

Quelle: Wikipedia, Autor: Gryffindor

Der Florentiner Diamant

Ein Diamant von historischem Format von 137,2 Karat in Briolettes Form. Ungefähr walnussgroß, in heller gelber Farbe und von sehr guter Reinheit verschwand der Florentiner Anfang der 1920er Jahre. Damals galt er sogar als der viertgrößte Diamant der Welt. Bis zum Beginn des ersten Weltkrieges stellte die österreichische Kaiserfamilie das historische Juwel für die Öffentlichkeit zugänglich in der Hofburg aus.

Über die Geschichte des Florentiners ranken sich die verschiedensten Gerüchte. Einig ist man sich nur über den Ursprung, den Fundort Indien. Schriftlich tauchte der Florentiner erstmals im 17. Jahrhundert auf als Teil der Schatzkammer des toskanischen Großherzogs von Florenz. Nach der Ausrufung der Republik in Österreich und der Verstaatlichung des habsburgischen Besitzes verschwand der einzigartige Diamant, der rechtzeitig in die Schweiz geschafft worden war. Berühmte Diamanten haben unterschiedliche Schicksale.

Golden Jubilee Diamant

Der Golden Jubilee Diamant ist der größte geschliffene Diamant weltweit. Mit 545,67 Karat wiegt er 15,37 Karat mehr als der sagenhafte Cullinan I. Genauso wie der Cullinan I (1905) wurde der Golden Jubilee (1985) in der südafrikanischen Premier Mine gefunden.

Der Rohstein (ehemals Namenloser Brauner genannt) wog 755,5 Karat (151 g). Gabriel Tolkowsky schliff ihn über 2 Jahre in seine einmalige Form. Heraus kam der 109 Gramm wiegende bernsteinfarbene Diamant im Fire-Rose Kissenschliff mit insgesamt 148 Facetten.

Berühmte Diamanten Golden Jubilee Diamant

Quelle: Wikipedia

Braune Diamanten

Braune Diamanten wurden früher als weniger schön empfunden. Mit besseren Schleiftechniken hat sich dies geändert.

Ursprünglich war der riesige Stein dafür gedacht, neue Schleifmethoden und -geräte auszutesten. Trotz seiner imposanten Größe fand der Diamant anfangs wenig Beachtung durch die braune Farbe sowie einiger tiefer Risse und Einschlüsse im Inneren des Steins. Die Expertise und Handwerkskunst Tolkowskys änderte dies: Er verwandelte den unscheinbaren, braunen Diamanten durch gekonnte Schliffausführung in eine funkelnde, golden-gelbliche Sensation, dessen Schimmer im Inneren des Diamanten dem Stein seinen einzigartigen Charakter verleiht.

In Europa weitestgehend unbeachtet verkaufte De Beers den Diamanten 1995 an eine thailändische Firmengruppe. Papst Johannes Paul II., der buddhistische Patriarch und der höchste Imam Thailands segneten den Diamanten bevor ihn die Firma König Bhumibol Adulyadej zum 50. Kronjubiläum schenkte. Der besondere Edelsteins hat einen Schätzwert von vier bis 12 Millionen US-Dollar. Berühmte Diamanten wie der Golden Jubilee sind äußerst begehrt.

Kohinoor Diamant Berühmte Diamanten

Quelle: Wikipedia; „The Crystal Palace and its contents. An illustrated Cyclopedia of the Great Exhibition 1851“ by Shyamal

Koh-i-Noor Diamant

Der aus Indien stammende Koh-i-Noor Diamant (persisch: „Berg des Lichts“)  wog ursprünglich 793 Karat. Einstmals der größte bekannte Diamant wiegt der oval geschliffene Diamant heute 105,6 Karat und ist Teil der englischen Kronjuwelen. Seine völlige Transparenz und hochfeine weiße Farbe begeistert heute wie damals alle, die einen Blick auf den Edelstein werfen können.

Indische Legenden erzählen davon, dass sich einst sogar Hindu-Götter um den sagenhaften Edelstein stritten. Schriftlich nachvollziehbar tauchte er erstmals Anfang des 14. Jahrhunderts auf: 1304 stahl ihn der indische Sultan Ala du-Din Khalji dem Raja von Malwa (Indien). Damals war der Diamant eingearbeitet im berühmten Pfauenthron in Delhi. Im Jahre 1739 gelangte der Edelstein in die Hände von Nadir Shah Afschar, dem „persischen Napoleon“, als dieser Delhi plünderte.

Nach der Ermordung von Nadir Schah 1747 durch seine Generäle, ging der Koh-i-Noor in die Schatzkammer von Punjab. Und als die Briten 1849 den Staat annektierten (Britisch-Indien), ging der sagenumwobene Edelstein in den Besitz der Britischen Ostindien-Kompanie (British East India Company). Zum 250. Jubiläum der Gründung der Ostindien-Kompanie bekam dann die britische Königin Victoria mit dem Diamanten ein einzigartiges Geschenk. So wechseln berühmte Diamanten den Besitzer.

In England angekommen wurde der Stein nochmals geschliffen: Von damals 186,5 Karat wurde das Gewicht auf die heutigen 105,6 Karat reduziert, dafür hat das Juwel allerdings viel an Brillanz gewonnen.

Kohinoor Diamant Neue Form

Replika des Koh-i-Noor
Quelle: Wikipedia

Krupp Diamant

Der Krupp Diamant (auch bekannt als Elizabeth-Taylor-Diamant) ist ein farbloser 33,19 Karat schwerer Edelstein im Asscher Schliff. Namensgeber sind seine ehemaligen Besitzer, die deutsche Industriellenfamilie Krupp. Danach kaufte ihn der  Schauspieler Richard Burton für seine Ehefrau Elizabeth Taylor. Zuletzt erzielte dieser einmalige Edelstein 2011 bei Christie´s 8,8 Millionen US-Dollar in der Versteigerung.

Asscher Cut Schliff Diamant
Krupp Diamant GIA Zertifikat

Ein Gutachten des renommierten gemmologischen Labors GIA (Gemological Institute of America) aus dem Jahre 2011 ergab einen Farbgrad D sowie die Reinheitsstufe VS1. Das Labor stellte fest, dass der Krupp Diamant zum Typ IIa gehört. Diese Kategorie zeichnet sich durch die hohe chemische Reinheit aus. Es ist kein Stickstoffgehalt festzustellen was lediglich bei 1-2% aller Diamanten der Fall ist. Stickstoff ist verantwortlich für die gelbliche Färbung bei Diamanten. Der höchste Farbgrad D (hochfeines Weiss) ist ein Resultat der Abwesenheit von Stickstoff. Berühmte Diamanten wie der Krupp Diamant sind sehr sehr selten.

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